Mut zur Vision

Man kann so richtig schön in den Tag hinein leben. Steht morgens auf, macht was, isst was und geht abends schlafen. Manchmal passiert etwas Gutes, manchmal etwas Schlechtes, aber es läuft so vor sich hin.

Man braucht kein Ziel, wenn man nicht ankommen will.

 

Aber wo kommen wir dann hin? Bzw. wo bleiben wir dann?

 

Wofür soll ich lernen, wenn ich kein Ziel habe.

Wofür arbeiten gehen, wenn ich nicht weiß, wofür?

Wofür überhaupt Arbeit suchen oder sich anstrengen?

Wofür “das alles” und warum sagt mir keiner wo es lang geht und gibt mir viel mehr Geld dafür.

 

Wäre es aber nicht schön, irgendwann anzukommen? Ein Ziel vor Augen zu haben und immer mal einen Schritt nach dem anderen auf dieses Ziel zuzugehen?

 

Jeder kleine Schritt auf das Ziel zu ist ein Erfolg. Erfolg, der gut tut und auch wenn es mal wieder einen Schritt zurück geht, die Vision wird irgendwann wahr. Sie zieht einen. Man hat ein Ziel, auf das man zugehen kann.

 

Aus Visionen wird Begeisterung, aus Begeisterung wird Antrieb und der Antrieb bringt einen selbst dann, wenn man eine Richtung hat, auf das Ziel zu.

 

Gewagte These: kann es sein, dass dem so genannten Prekariat vielleicht einfach nur eine Vision fehlt. Wo ist das “Dir soll es ein mal besser gehen als uns, Kind” geblieben?

 

Berühmte und bekannte Visionen:

M.L. King: I have a dream

J.F. Kennedy: Der Weg zum Mond

Gerhard Schröder: Ich will da rein (am Bundeskanzleramt)

2 Antworten auf “Mut zur Vision”

  1. Britta sagt:

    Schön, dass Du über Visionen schreibst. Meine Vorträge darüber scheinen schon zu wirken ;-) Es gibt ja ganz viele Beispiele, wie Visionen wirken. Wenn man das genauer betrachtet, merkt man auch, dass das nichts mit Hokuspokus oder Esoterik zu tun hat. Leider werden Visionen aber oft verächtlich betrachtet und lächerlich gemacht. Wie kommt das eigenlich?

    Selbst unsere Ex-Bundeskanzler waren da unterschiedlicher Meinung. Helmut Schmidt hat mal gesagt: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen! Wir brauchen also dringend eine Ärztin hier im Blog. Eine Psychologin haben wir ja schon, glücklicherweise :-)

    Ich erlebe oft, dass Menschen sich nicht mehr trauen, ihre Visionen zu äußern. Oder dass sie gar nicht wissen, ob sie welche haben. Dabei sind Visionen ja nichts anderes als eine Vorstellung, ein Bild von der Zukunft. Irgendwie geht uns das öfter mal verloren. Möglicherweise, weil wir in unserer Erziehung eher zur Vernunft ermahnt werden? Weil ErMUTiger viel schwerer zu finden sind, als Kritiker?

    Spinn nicht, das geht nicht, bleib realistisch… das hören wir oft. Aber wer sagt schon: Ja, ganz grosses Kino, Deine Ideen. Komm ich mach mit und helfe Dir! Vielleicht ist es auch die Vorstellung von Größe, die manch einen schreckt. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die meisten Menschen weit unter ihrem Potenzial bleiben. Frauen übrigens noch mehr als Männer.

    Zum Prekariat: Ich glaube, in jeder Schicht oder Klasse entwickeln Menschen Visionen oder auch nicht. Es gibt immer solche und solche. Interessant finde ich allerdings die Frage, unter welchen Bedingungen Menschen mutig werden. Ist es eine genetische Veranlagung? Welche Rolle spielen Erziehung und soziales Umfeld? Wie entsteht MUT?

    Im übrigen musste ich erstmal bei Wikipedia gucken, was das “Prekariat” überhaupt ist. Wir gehören ja als “ungeschützt arbeitende” Selbständige auch dazu, gemeinsam mit Alleinerziehenden, Adeligen, Wissenschaftlern und Künstlern. Ist doch eine nette Gesellschaft :-)

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