Archive für Oktober 2007

DeMUT ist weiblich, WageMUT ist männlich!

Was??? Spinnt die jetzt??? Hat sie etwa doch die Bücher von Eva Herman gelesen??? Was soll das denn???

Nein, ich möchte nicht die Emanzipation wieder rückgängig machen. Ich möchte nicht auch noch in diesem Blog den Geschlechterkampf eröffnen, nein, nein. Und falls ich jemals in eine Talkshow (wenn, dann bitte zu 3 nach 9) eingeladen werde, würde ich niemals riskieren, dort wegen zweifelhafter Bemerkungen gleich wieder rauszufliegen! Nein, Niemals!!! Aber trotzdem: ich muss das schreiben. Wir wollen MUT ganzheitlich betrachten. Auch die unangenehmen Wahrheiten aussprechen! Und deshalb sag ich nochmal: DeMUT ist weiblich, SanftMUT auch, ArMUT auch… auch wenn es mir nicht gefällt!!! Seht selbst: Die weibliche MUT

Glücklicherweise ist wenigstens MissMUT männlich, WankelMUT auch. Das tröstet mich… ein wenig!

Was machen wir, meine Damen? Selbsthilfegruppe?? Bürgerinitiative???

Mut zur Vision

Man kann so richtig schön in den Tag hinein leben. Steht morgens auf, macht was, isst was und geht abends schlafen. Manchmal passiert etwas Gutes, manchmal etwas Schlechtes, aber es läuft so vor sich hin.

Man braucht kein Ziel, wenn man nicht ankommen will.

 

Aber wo kommen wir dann hin? Bzw. wo bleiben wir dann?

 

Wofür soll ich lernen, wenn ich kein Ziel habe.

Wofür arbeiten gehen, wenn ich nicht weiß, wofür?

Wofür überhaupt Arbeit suchen oder sich anstrengen?

Wofür “das alles” und warum sagt mir keiner wo es lang geht und gibt mir viel mehr Geld dafür.

 

Wäre es aber nicht schön, irgendwann anzukommen? Ein Ziel vor Augen zu haben und immer mal einen Schritt nach dem anderen auf dieses Ziel zuzugehen?

 

Jeder kleine Schritt auf das Ziel zu ist ein Erfolg. Erfolg, der gut tut und auch wenn es mal wieder einen Schritt zurück geht, die Vision wird irgendwann wahr. Sie zieht einen. Man hat ein Ziel, auf das man zugehen kann.

 

Aus Visionen wird Begeisterung, aus Begeisterung wird Antrieb und der Antrieb bringt einen selbst dann, wenn man eine Richtung hat, auf das Ziel zu.

 

Gewagte These: kann es sein, dass dem so genannten Prekariat vielleicht einfach nur eine Vision fehlt. Wo ist das “Dir soll es ein mal besser gehen als uns, Kind” geblieben?

 

Berühmte und bekannte Visionen:

M.L. King: I have a dream

J.F. Kennedy: Der Weg zum Mond

Gerhard Schröder: Ich will da rein (am Bundeskanzleramt)

MUT ist, wenn man`s trotzdem macht

Hier einige Beispiele von Menschen, die wir alle kennen und die es trotz diverser Rückschläge, “geschafft” haben:

Nachdem Fred Astaire seine ersten Probeaufnahmen gehabt hatte, hieß es in der Notiz des Aufnahmeleiters von MGM aus dem Jahre 1933: „Kann nicht spielen! Etwas kahlköpfig! Kann ein bisschen tanzen!“

Sokrates wurde als „ein unmoralischer Verführer der Jugend“ bezeichnet.

Beethoven handhabte die Violine ungeschickt und so spielte er nur seine eigenen Kompositionen, anstatt seine Technik zu verbessern. Sein Lehrer nannte ihn hoffnungslos als Komponist.

Der Lehrer von Enrico Caruso sagte, dass er überhaupt keine Stimme habe und nicht singen könne.

Charles Darwin, Vater der Theorie der Evolution, schrieb in seiner Autobiographie: „Ich wurde von all meinen Meistern und von meinem Vater als ein sehr gewöhnlicher Junge angesehen, eher unterhalb der üblichen Norm des Intellekts.“

Walt Disney wurde wegen Mangels an Ideen von einem Zeitungsherausgeber gefeuert. Walt Disney ging auch mehrere Male bankrott, bevor er Disneyland erbaute.

Albert Einstein sprach nicht, bevor er vier war, und konnte nicht lesen, bis er sieben war. Seine Lehrer beschrieben ihn als „geistig langsam, ungesellig und immer in seine törichten Träume abschweifend.“ Er wurde von der Schule gewiesen, und ihm wurde der Zugang zur Technischen Hochschule Zürich verweigert.

Louis Pasteur war nur ein mittelmäßiger Student und rangierte in Chemie an 15. Stelle von 22.

Isaac Newton war sehr schlecht in der Grundschule.

Der Vater des Bildhauers Rodin sagte: „Ich habe einen Idioten als Sohn.“ Als schlechtester Schüler der Schule beschrieben, misslang Rodin dreimal die Aufnahme an der Kunstschule. Sein Onkel nannte ihn unfähig, unterrichtet zu werden.

F. W. Woolworths Arbeitgeber in dem Kurzwarengeschäft sagte, er habe nicht genug Verstand, um Kunden zu bedienen.

Henry Ford scheiterte und ging fünfmal pleite, bevor er schließlich erfolgreich wurde.

Aus: Canfield, Hansen: Hühnersuppe für die Seele. Arkana 1996

Mir fällt auf, dass bei diesen Beispielen gern Lehrer und Eltern für EntMutigung gesorgt haben, Gott sei Dank vergebens. Wer hat weitere Beispiele?

Mut und Menschlichkeit

Gemeinsam für Deutschland - Mit Mut und Menschlichkeit! Das ist der Titel des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD. Angefangen bei Wirtschaft und Technologie über Energie und Umwelt, Tierschutz, Sportförderung bis zu moderner Unfallversicherung steht in diesem Werk auf 191 Seiten alles geschrieben, was unsere Regierung zu bewältigen hat. Mit Mut und Menschlichkeit zu bewältigen hat, natürlich!

Ich kann hier leider nicht alles zitieren, dafür ist der Text ganz einfach viel zu lang. Aber einen Punkt, der mir besonders am Herzen liegt, greife ich heraus:

“1.4 Existenzgründungsoffensive: Mehr Mut zur Selbständigkeit
Mit Hilfe einer Gründeroffensive müssen der Strukturwandel ohne Brüche gestaltet
und neue Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden. Unternehmensgründer
wollen wir ermutigen, gesetzliche Hemmnisse für Neugründungen sollen beseitigt
werden. Das gilt sowohl für innovative als auch für konventionelle Unternehmens-gründungen. Wir brauchen wieder mehr Mut zur Selbständigkeit. Die Selbständigen- quote muss wieder auf deutlich mehr als 10% steigen.”

Wieviel ist eigentlich “deutlich mehr als 10%”? 10,5%, 11% oder gar 12,5%? Also, wie war das mit den Zielen? Die sollen doch SMART formuliert werden! Das steht sogar im Online-Verwaltungslexikon. Also, wofür haben wir das denn, liebe Regierung?

Wie sieht es denn nun mit der Zielerreichung aus? Die aktuell gemessene Selbständigenquote liegt bei ca. 10,35%. Das Gründungsgeschehen ist in Deutschland im Jahr 2006 deutlich zurückgegangen und hat einen Tiefststand seit 2000 erreicht. Allerdings gibt es Aussichten auf eine Trendwende in 2007. Die Gesamtgründerquote beträgt nur 2,1%. Das liegt sicherlich auch daran, dass viele Menschen in Deutschland aus der Not gründeten, und nun wieder eine Festanstellung haben. Interessant ist allerdings, dass Deutschland im internationalen Vergleich mit der Förderinfrastruktur für Existenzgründer auf den vorderen Plätzen liegt, dies aber trotzdem nicht zu einer höheren Gründerquote führt. Gehen also die Maßnahmen ins Leere? Wir bleiben dran am Thema… Fortsetzung folgt :-)

Übrigens: der Koalitionsvertrag ist vom 11.11.2005! Na dann Helau!

Können wir uns mutig waschen?

Demnächst ist wieder Weihnachten. Mit der Suche nach Geschenken kann man ja nicht früh genug anfangen. Was hat das nun mit MUT zu tun? Jede Menge, wie man hier sieht. Auf meiner Recherche nach Mut im Internet bin ich doch tatsächlich auf dieses potenzielle Weihnachtsgeschenk gestossen:

Seife

Nach Gebrauch sind wir dann sicherlich mit allen Wassern gewaschen ;-). Ich bitte um Rückmeldungen, ob und wie diese Seife wirkt!

Beitrag zum Blog Karneval Mediation - Mut zum Konflikt

Konflikte anzusprechen und zu klären erfordert MUT. Mediation ist eine Möglichkeit, Konflikte gewaltfrei und konstruktiv zu bearbeiten. Kirstin Nickelsen  ist so mutig und veranstaltet vom 01. bis 29. Oktober 2007 einen Blog Karneval zum Thema “Mit Mediation berufliche Konflikte lösen”. Daran beteiligen wir uns gerne!

Was können Sie tun, bevor Sie einen Mediator hinzuziehen? Meine Kollegin Katrin hat für Sie einige Tipps zusammengestellt. Erste Hilfe in Konflikten:

Für den konstruktiven Umgang mit Konflikten ist von entscheidender Bedeutung, wann und wie über Konflikte geredet wird. Nehmen wir einmal an, in der Zusammenarbeit mit einem Kollegen treten Unstimmigkeiten auf.

  • Sobald diese Unstimmigkeiten Sie stören, suchen Sie einen Weg, dies frühzeitig anzusprechen. Warten Sie nicht so lange, bis Sie sich dermaßen ärgern und alle positiven Gefühle für Ihr Gegenüber verschwunden sind.
  • Fragen Sie Ihren Kollegen, wann ausreichend Zeit und innerer Raum für ein klärendes Gespräch zum Thema vorhanden ist. Tür-und-Angel-Gespräche eignen sich nicht. Störungen durch Dritte sollten möglichst unterbleiben, um sicherzustellen, dass ein konzentriertes Gespräch zustande kommt. Beide Beteiligte brauchen die Möglichkeit, sich auf das Klärungsgespräch einzustellen und eventuell thematisch vorzubereiten.
  • Teilen Sie Ihrem Gesprächspartner mit, worum es geht und welche Verhaltensweisen welche Wirkungen auf Sie persönlich hat. Gegebenenfalls können Sie einen Vorschlag für zukünftige Verfahrensweisen machen. Dies geschieht am besten nach den Regeln für konstruktives Feedback.
  • Vermeiden Sie auf jeden Fall Vorwürfe („Sie sind Schuld …“), Diagnosen („Sie haben folgendes Problem …“), Interpretationen („Dies tun Sie, um jenes zu erreichen …“), Moralpredigten und Verallgemeinerungen („So was macht man nicht …“).
  • Drücken Sie deutlich aus, dass Sie keine weitere Verschlimmerung oder Eskalation wünschen, sondern an einer Lösung interessiert sind, die beiden und der Sache nützt.
  • Fragen Sie Ihren Gesprächspartner nach seiner Sichtweise und hören Sie aufmerksam zu (denn ein gutes Gespräch wird zuallererst mit den Ohren geführt). Versuchen Sie sich in den anderen hineinzuversetzen und dessen Hintergründe wirklich zu verstehen.
  • Wenn Sie zusammen in ein echtes Gespräch gekommen sind, in dem Sie beide sich verstanden fühlen, werden Sie dies in erster Linie an der Atmosphäre bemerken: Sie wird zunehmend offen sein, fair und konstruktiv.
  • Oftmals reicht es, die Unterschiedlichkeiten zu benennen und zu verstehen. Sie haben quasi Ihre gegenseitigen Bedienungsanleitungen ausgetauscht und wissen jetzt, was der andere braucht und wie er die Dinge sieht.
  • Vielfach jedoch benötigen Sie konkrete Vereinbarungen für zukünftige Situationen. Bedenken Sie hier, als tragfähige Vereinbarung über den Tag hinaus kommen nur Lösungen in Betracht, die die Interessen beider einbeziehen.

Sollte ein Klärungsgespräch nicht mehr möglich oder ohne Ergebnis verlaufen sein, weil

  • Sie nicht in Kontakt gekommen sind, und Sie aneinander vorbei reden
  • es Ihnen nicht gelingt, Fairness sicherzustellen
  • die Art der Konfliktaustragung unverhältnismäßig ist

kann es für Sie hilfreich sein, einen neutralen Dritten hinzuziehen, der von beiden akzeptiert wird. Ein Mediationsverfahren kann Ihnen helfen, doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden oder zumindest den Schaden zu begrenzen:

Free Burma!

Zur Zeit werden die Menschenrechte in Burma massiv missachtet. Deshalb unterstützen wir heute die internationale Aktion Free Burma.

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